4 Wochen in Vietnam: Vom Hochland über das Mekong-Delta zum südchinesischen Meer
Vom bezaubernden Kambodscha ging es über die Grenze nach Vietnam, dem Land am südchinesischen Meer. Wir verbrachten die erste Nacht in Pleiku, einer kleinen Stadt in Zentralvietnam. Wir haben uns dort eine kleine Pagode angeschaut und uns die restliche Zeit mit Nahrungssuche beschäftigt. Auf der Strasse werden zerlegte Tiere direkt und ungekühlt zum Kauf angeboten.
Der nächste Tag verlief nicht ganz nach unserem Geschmack und brachte keinen guten ersten Eindruck mit sich: Mit einem 16-Sitzer-Minivan wollten wir nach Lake Lac Richtung Süden fahren. Nun ist es aber so, dass für die Vietnamesen ein 16-Sitzer kein 16-Sitzer ist, sondern eher ein 30-Sitzer. Nachdem nun also bereits 30 Leute im Minivan aufeinandergestapelt wurden, wir beinahe einen Frontalzusammenstoss mit einem Lastwagen hatten und das Auto immer wieder für weitere Anfahrer anhielt, platzte uns der Kragen. Wir verlangten vom Fahrer anzuhalten, uns aussteigen zu lassen und das Geld zurückzubekommen. Leider nahm der Fahrer und dessen Kumpane unsere Bitte nicht ernst und dachten nicht im Traum daran, anzuhalten. Nachdem sich jedoch Eugen nach einem kurzen Stopp aus dem Auto zwängte und Arthur als Kurzschlussreaktion den Schlüssel aus dem Zündschloss zog, blieb den entsetzten Vietnamesen keine andere Wahl mehr. Uns schlug das Herz bis zum Hals und die Vietnamesen verfluchten uns. Mit dieser Gegenwehr haben sie wahrlich nicht gerechnet. Mit dem nächsten Auto kamen wir schliesslich in Buon Ma Thout an. Ja, eigentlich wollten wir nach Lake Lac, aber die Fahrer wollen hier aus den Touristen nur Geld machen und setzen Dich irgendwo anders ab. Wir hatten jedoch keine Lust mehr auf weitere Diskussionen und fanden uns damit ab. Eine aufgebrachte Suppenverkäuferin, die behauptete, wir hätten nicht bezahlt, obwohl wir dies eine Minute zuvor getan hatten, rundete unseren zweiten Tag in Vietnam ab. Es konnte also nur noch besser werden und wir fuhren am nächsten Tag mit frischem Optimismus nach Lake Lac. Der See war nicht so spektakulär, als wie wir ihn uns vorgestellt haben, aber dafür hatten wir ein wundervolles Hotelzimmer, in dem wir uns gut entspannen konnten. Unser nächstes Ziel war die auf 1475 Meter Höhe gelegene Stadt Dalat im zentralen Hochland Vietnams.
Dalat bietet eine gute Ausgangslage für Trekking- und Sightseeing-Touren.
Wir erkundeten die Stadt zu Fuss und buchten eine Tour, bei der wir u.a. einen Wasserfall, eine Seidenfabrik und eine Kaffeeplantage besuchten und fuhren auf einen ca. 2000 Meter hohen Berg, von dem man einen wunderschönen Ausblick auf die hügelige Umgebung hat.
Nach ein paar Tagen trennten wir uns von unseren Gefährten Eugen und Arthur und zogen mit Danny’s Bruder und seiner Freundin weiter nach Saigon (offizieller Name Ho-Chi-Minh-Stadt). Uns gefiel die Stadt und wir besuchten dort das Kriegsmuseum, in dem furchtbare Bilder und Waffen aus dem Vietnam-Kieg (1960 – 1975) zu sehen sind. Im Krieg wurde von Amerikanern z.B. ein Umweltgift “Agent Orange” eingesetzt, von dem noch heute tausende Menschen verkrüppelte Kinder zur Welt bringen.
Wir verbrachten ein paar Tage in Saigon und fuhren dann weiter ins Mekong-Delta, wo wir uns in der Stadt My Tho ein Hotel suchten. Wir machten eine tolle Flussfahrt auf dem Mekong und fuhren mit einem kleinen Boot durch enge Kanäle. Noch dazu besuchten wir eine Bienen- und Kokosnussbonbon-Fabrik, was jedoch eher als Verkaufsveranstaltung diente. Auf jeden Fall hätten wir noch Stunden auf dem Mekong herumschippern können, die Aussichten sind einfach atemberaubend.
Von My Tho ging es dann zu zweit weiter nach Mui Ne, ein Touristenort am südchinesischen Meer. Mui Ne ist sowohl für Wind- und Kitesurfen als auch für seine riesigen Dünenlandschaften bekannt. Abends gönnten wir uns leckeres Seafood (Meeresfrüchte) am Meer und tagsüber kurierte Danny ihre Erkältung aus.
Nach guter Genesung leihten wir uns einen Roller und bestaunten die berühmten Sanddünen, die wie eine Wüstelandschaft vor einem liegen. Von hier ging die Reise weiter nach Nha Thrang, wo wir uns Fahrräder ausliehen, einen Tempel besuchten und in der Stadt umher-cruisten. Auch genossen wir den Strand, an dem wir uns ein paar Stunden in der Sonne brutzeln liessen.
Nach einem kurzen Zwischenstopp in Qui Nhon kamen wir am späten Abend in Hoi An an. Hoi An ist bekannt für die schöne Altstadt und es reihen sich massenweise Klamottengeschäfte und Schneidereien aneinander. Die Stadt hat viel Charme und kann auch mit einem schönen Stadt ca. 3 Kilometer ausserhalb des Zentrums punkten.
Von Hoi An nahmen wir dann den Bus nach Hue, der ehemaligen (von 1802 bis 1945) Hauptstadt Vietnams. Wir besuchten die Zitadelle und trafen erneut auf unsere deutschen Reisebegeleiter Arthur und Eugen. Natürlich feierten wir standesgemäss unsere Wiedervereinigung nach 3 Wochen und entschieden uns, in den nächsten Tagen zusammen nach Laos einzureisen.
Wir freuen uns schon auf eine tolle Zeit mit unseren Freunden und den gemütlichen Laoten.
Flüge nach Vietnam.
Reisebericht von Danny und Jörg:
Danny und Jörg sind absolut reisebegeistert und haben in den letzten 4 Jahren alle 5 Kontinente besucht. Deshalb sind sie auf die Idee gekommen, alle ihre Reiseberichte und Urlaubsfotos auf Reise-Trieb.de zu veröffentlichen. Im Mai 2010 haben sie ihre Weltreise in Kanada gestartet und im Mai 2011 nach 26 bereisten Ländern beendet. Doch der Reise-Trieb hat noch lange nicht aufgehört...
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3 Kommentare »
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Hallo Jörg, hallo Danny, eure Fotos sind toll, es ist unglaublich, wie bunt und vielfältig die Welt ist. Aber die Armut ist auch sichtbar, da sind wir hier doch sehr zufrieden mit dem, was wir haben.
Wie schön ist es, wenn wir uns wiedersehen.
Alles Liebe, Mama.
Oma ist auch schwer beeindruckt.
Hi Brother and Danny,
geile Pics!!!
Viel Spaß noch, genießt nochmal die letzten Wochen!!!
Viele Grüße vom Twin!!!
DER COUNTDOWN LAUFT…
BALD HAT DAS LEBEN AUS DEM KOFFER EIN ENDE!