Ein Monat Backpacking in Indonesien: Java, Bali, Lombok, Gilis

Unsere einmonatige Reise durch Indonesien startete in Surabaya, eine Stadt im Osten der Insel Java. Auf Java gibt es einige aktive Vulkane und zwei davon schauten wir uns genauer an: Vulkan Bromo (indon. Gunung Bromo) und Vulkan Ijen.So nahmen wir von Surabaya den Bus nach Probolinggo, wo wir direkt bei einem einheimischen Reiseveranstalter rausgelassen wurden. Auch wenn bei uns als erfahrene Backpacker sofort die Alarmglocken schrillten, hörten wir uns an, welche Tour er zu welchem Preis zu bieten hat. Letztendlich zahlten wir den Preis, den wir uns vorgestellt hatten und buchten eine 3-Tages-Tour mit dem Besuch auf den Vulkanen Bromo und Ijen und 2 Übernachtungen.

Die Aussicht vom Vulkan Ijen auf den Vulkan Ijang-Argapura

Die Aussicht vom Vulkan Ijen auf den Vulkan Ijang-Argapura

Anschließend wird man noch nach Gilimanuk gebracht, von wo man mit der Fähre auf die Insel Bali übersetzen kann. Wenn man die 2 Vulkane ohne geführte Tour besichtigen möchte, ist sicherlich viel Geduld und Zeit notwendig. Die Infrastruktur für Individualreisende scheint in dieser Gegend nämlich noch nicht sehr weit ausgebaut zu sein. Für die Fahrt zum Vulkan Bromo wird man bereits um 4.00Uhr geweckt. Zuerst wird man zu einem Aussichtspunkt gebracht, an dem sich hunderte von Menschen zusammenfinden. Von hier sollte man bei gutem Wetter eigentlich eine herrliche Aussicht auf den Bromo haben. Wir hatten das Glück leider nicht. Dennoch ging es guten Mutes weiter und wir steuerten mit unserem Jeep den Vulkan direkt an. Hier ist ein kleiner Aufstieg notwendig, um zum Krater und damit zur Aussicht auf den Kratersee zu kommen. Sollte man nicht gut zu Fuß oder etwas faul sein, kann man sich mit einem kleinen Pferdchen hochführen lassen. Auch hier war die Sicht leider nicht so gut wie erhofft, aber dennoch bot sich uns eine schöne Aussicht auf die vulkanische Landschaft.

Am Nachmittag kamen wir schließlich bei unserer zweiten Unterkunft an und rüsteteten uns schon für den nächsten morgendlichen Aufstieg. Wieder ging es vor Sonnenaufgang los und wir staunten nicht schlecht, als wir mitten in der Nacht an einem Weg rausgelassen wurden, an dem es dann hieß: “In 4 Stunden treffen wir uns wieder hier. Bis dann!” Wir liefen also los Richtung des Vulkanes Ijen und schon nach ein paar hundert Meter kamen uns die ersten Schwefelarbeiter entgegen.

Die Landschaft auf dem Vulkan ist einzigartig

Die Landschaft auf dem Vulkan ist einzigartig

Es dauerte ein wenig, bis wir realisierten, was für einen extremen Job die Arbeiter hier haben. Die Schwefelarbeiter bauen im Vulkan den Schwefel ab und tragen ihn in Holzkörben auf den Schultern aus dem Krater bis zur drei Kilometer entfernten Verladestation. Und das natürlich nicht auf gerader Strecke. Dort wird der Schwefel gewogen und verladen. Die Körbe wiegen mindestens 70kg und die Arbeiter selbst um die 50kg. Pro Ladung bekommen sie ca. 2,50 Euro und schaffen am Tag 2-3 Fuhren. Ein unglaublicher Knochenjob!

Ein starker Schwefelarbeiter

Ein starker Schwefelarbeiter

Da entschädigt sicherlich auch nicht die einzigartige Landschaft und die atemberaubenden Aussichten, die man vom Vulkan auf den Kratersee hat. Ein Besuch zum Ijen ist definitiv ein must!

Schwefelabbau im Vulkan Ijen

Schwefelabbau im Vulkan Ijen

Am Mittag wurden wir in Gilimanuk abgesetzt, wo wir für 30Cent die Fähre nach Bali nahmen. Wir waren bereits auf einer vergangenen Reise auf Bali gewesen, jedoch nur in Kuta, Jimbaran und Ubud. Somit steuerten wir dieses Mal den Norden an und landeten schließlich in Lovina. Lovina ist ein kleiner verschlafener Touristenort, der vor allem in der Nebensaison sehr angenehm war. Wir blieben fast eine ganze Woche um die Gegend mit dem Roller zu erkunden, den versäumten Schlaf nachzuholen und uns etwas am Pool zu entspannen. Unser nächstes Ziel war die Insel Lombok. Auch hier nahmen wir wieder eine Fähre, die uns in 4 Stunden von Padang Bai nach Lembur auf Lombok brachte. Von dort ging es dann weiter nach Senggigi. Hier verbrachten wir nur 2 Nächte, bevor wir unseren Weg auf Gili Trawangan fortsetzten. Gili Trawangan ist die Partyinsel schlechthin und außerdem sehr beliebt zum tauchen. In der Hauptsaison soll es hier schon unangenehm voll sein und wir waren äußerst froh, dass wir die entspannte Stimmung in der Nebensaison abbekamen. Wir fanden ein super Bungalow und verbrachten einige Tage auf Gili Trawangan. Wir feierten ordentlich, schnorchelten und relaxten am Strand. Das war eine sehr gute Entscheidung gewesen!

Wir lernten nette Leute kennen, die uns von Kuta-Lombok vorschwärmten und nach langem Überlegen, folgten wir dem Tipp. Dieser stellte sich als super-mega-Tipp raus, denn Kuta hat auf den zweiten Blick wirklich unheimlich viel zu bieten. Nach unserer Ankunft in dem kleinen Kaff, dachten wir nämlich erst:”Oh jeh, wo sind wir denn hier gelandet!!” Jedoch stellte sich heraus, dass es in der Umgebung einer schönsten und einsamsten Strände gibt, die wir je gesehen haben. Außerdem ist Kuta ein Surfparadies und die Einheimischen sind sehr entspannt und nett. Auch wir kamen an einer Surfstunde nicht vorbei. Mit dem Roller fährt man hier durch wundervolle grüne Landschaften und es gibt immer wieder etwas neues zu entdecken. So blieben wir dort länger als gedacht und planten anschließend unsere Weiterreise zurück nach Bali.

Unser Flug nach Thailand ging von Denpasar aus, weswegen wir uns nun in der Umgebung niederließen. In Kuta (auf Bali) fanden wir eine Hotelanlage, in die wir immer wieder gehen würden! Es gab einen Pool, ein schönes großes Zimmer, gutes Frühstück und die Lage war einfach perfekt! Wir verbrachten noch ein paar tolle Tage in der quirligen Party-Stadt (trotz enormer Vorurteile), bevor wir unsere Reise nach Thailand fortsetzten. Indonesien hat uns super gefallen und ist definitiv eine Reise wert!!!

 

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