Autoreise durch Deutschland -– Roadtrip vom Schwarzwald über Freiburg, Bonn & Dresden

Nach 4 Wochen Asien hatte ich mich entschieden, beim nächsten Urlaub mal auf deutschem Boden zu bleiben. Das Schöne ist ja meist so nah! Die üblichen Verdächtigen wie Wien, Hamburg, Berlin, meiner Heimatstadt München und natürlich die Alpen, kenn ich schon, aber abseits der Großstädte hatte ich keine Ahnung was mich erwartet. Und ein wenig skeptisch war ich schon…können die deutschen Sehenswürdigkeiten und Landschaften mit den asiatischen Tempeln, Regenwäldern und zauberhaften Stränden mithalten? Mal eins vorweg: JA, sie können!

Vorbereitung

Wieso ich mit dem Auto fahren will, haben mich meine Eltern und Freunde besorgt gefragt. Und dann auch noch allein, Kind, was da alles passieren kann! Jaja, aber mit Auto ist man erstens viel unabhängiger, man kann zweitens viel mehr mitnehmen und drittens bleibt man auf Reisen seltenst allein. Vor dem Deutschland-Roadtrip mussten noch ein paar Vorbereitungen getroffen werden. Erstmal mussten neue Reifen drauf, meine Reifen waren nämlich laut Auto-Werkstatt nicht mehr fahrtauglich. Informiert über gute und vor allem preiswerte Sommerreifen hab ich mich auf der Webseite von tirendo, wo man neben Modellen die neuesten Testergebnisse des ADAC findet. Dann noch das Auto einmal durchchecken lassen, Reisetasche packen und einfach losfahren. Keine Route, keine Reiseführer, ich hab einfach dort angehalten, wo es mich hingezogen hat und bin aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Dann konnte sie losgehen, meine Autoreise durch Deutschland!

1. Stopp: Wandern und Wellness –im Schwarzwald

Ja, ihr habt richtig gehört: Schwarzwald. Die oft als Rentnerparadies verpönte Schwarzwald-Region hat mich irgendwie interessiert. Dass die Landschaft hier so unglaublich schön ist, hab ich nämlich nicht gewusst, aber gehofft. Mein erstes Ziel heißt Feldberg, von dort aus gibt es unendlich viele Wandermöglichkeiten. Da ich früh morgens aufgebrochen bin, komme ich schon mittags in Feldberg an. Dort suche ich mir zuerst ein Wellness-Hotel, von denen es hier nur so wimmelt. Damit ich mir meine Massage auch verdient habe, entscheide ich mich für eine Wanderung rund um den naheliegenden Titisee, dafür braucht man etwa 2 Stunden und wird mit einem wundervollen Ausblick auf den See entlohnt. Klar, der Titisee ist nicht das Meer, aber irgendwie fesselt mich dieses tiefblaue Gewässer mit seiner satt grünen Landschaft drum herum, sodass ich keinerlei Strandsehnsucht bekomme. Zurück in Feldberg belohne ich mich dann mit einer tiefenentspannenden Ganzkörper-Massage, einem Bad im Whirlpool und ausgedehntem Abendessen.

2. Stopp: Deutschlands südlichste Stadt – Freiburg im Breisgau

Am nächsten Morgen geht es schon weiter in Richtung Freiburg im Breisgau. Bis nach Hinterzarten nehme ich die “Schwarzwald Panoramastraße”, die ihrem Namen wegen der fabelhaften Aussicht alle Ehre macht. Mal gucken, ob es hier wirklich so sonnig ist und die Leute so freundlich sind, wie immer behauptet wird. Bei einem Rundgang durch die wunderschöne Altstadt geht es mir gleich noch besser, als ich die Freiburger beim Kaffeeklatsch beobachte und sofort mit meinem Nachbartisch ins Gespräch komme. Nachdem ich mir von einer überaus netten Bedienung eine Schwarzwälder Kirschtorte bringen lassen und die Sonne mir ins Gesicht strahlt, beschließe ich weiter zu ziehen. Als nächstes besuche ich drei der alten Stadttore Freiburgs und natürlich das Wahrzeichen der Stadt, den Freiburger Münster, ein 116 Meter großer eindrucksvoller Turm. Zum Schluss mache ich mich noch auf den Weg zum Schloßberg, von dem ich eine Wahnsinnsaussicht auf Freiburg habe.

3. Stopp: Die ehemalige Hauptstadt –Bonn

Frühmorgens geht es weiter nach Bonn. Köln kenne ich schon, aber nach Bonn wollte ich immer schon mal, weil ich mir so gar nichts unter der rheinischen Stadt vorstellen konnte. Als ich ankomme, weiß ich schon eines: Hier bleibe ich länger als geplant. Bonn hat irgendwie einen ganz besonderen Charme, den man sofort zu spüren bekommt, wenn man durch die Innenstadt spaziert. Ich flaniere über den Marktplatz, gucke mir das schöne alte Rathaus an, genieße vom Alten Zoll aus den Blick auf den Rhein und esse im Hofgarten ein paar Gummibärchen, die ich im Haribo-Shop gekauft habe. Abends lasse ich mir einen rheinischen Sauerbraten schmecken und falle todmüde in mein Hostel-Bett. Am nächsten Tag regnet es leider, weswegen ich nach einem Besuch im Paradies für Schleckermäuler, dem Haribo-Fabrikverkauf, zur Museumsmeile fahre und den Tag im Kunstmuseum verbringe. Abends gehe ich früh ins Bett, da ich morgen eine lange Reise vor mir habe.

Letzter Stopp: Auf den Spuren der Vergangenheit –- Dresden

Ich komme nach etwa 6 Stunden Fahrt erst nachmittags in Dresden an, spaziere noch ein wenig an der Elbe entlang und freue mich schon darauf, am nächsten Tag die Stadt zu erkunden. Als es langsam dunkel wird und die Frauenkirche und Semperoper in leuchtendem Glanz erstrahlt, beschließe ich jetzt schon, Dresden zu meinem Favoriten zu erklären. Am nächsten Tag mache ich eine Führung durch die Altstadt und lerne viel über Deutschlands Geschichte. Als ich dann noch die Dresdner Neustadt erkunde, bin ich absolut verzaubert. Diese Mischung aus Tradition und Moderne fasziniert mich und ich würde am liebsten noch ein paar Tage länger bleiben. Meinen kleinen Deutschlandtrip runde ich mit einer Souvenir-Shoppingtour und einer Dresdner Eierschnecke ab, die so gut schmeckt, dass ich mir gleich das Rezept besorgt habe.

Bild: © Medioimages/Photodisc/Thinkstock

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