Entlang der spanischen Nordküste nach Santiago de Compostela in Galizien

Nach unseren kleinen Städtereisen durch San Sebástian und Bilbao war es wieder an der Zeit, etwas Ruhigeres zu suchen. Das ist an der spanischen Nordküste auch überhaupt kein Problem. Schon nach einer guten Stunde Fahrt landeten wir in San Vicente de la Barquera, ein kleines Fischerdorf in der schönen Provinz Kantabrien. Hier fühlten wir uns auf Anhieb wohl! Vier wunderschöne Strände standen uns zur Auswahl und dazu noch eine kleine schnuckelige Altstadt. Umgeben ist das Dorf vom Naturschutzgebiet Oyambre, was die Ausblicke von der Kirche Santa María de los Ángeles und der Burg Castillo del Rey noch schöner machte.

EIner der vier Strände in San Vicente de la Baquera

Einer der vier Strände in San Vicente de la Baquera

Das Natuschutzgebiet Oyambre bei San Vicente de la Baquera

Das Natuschutzgebiet Oyambre bei San Vicente de la Baquera

Traumhafte Strände in San Vicente de la Baquera

Traumhafte Strände in San Vicente de la Baquera

Der morgendliche Ausblick in San Vicente de la Baquera

Nach ein paar Nächten fuhren wir weiter zur nahe gelegenen Höhle El Soplao. Hier wird man mit einer kleinen Bergbahn in die Höhle gefahren und erhält dort eine einstündige Führung, auf spanisch. Das was wir verstanden haben hörte sich interessant an und meistens haben ja doch die beeindruckenden Kalkformationen für sich gesprochen. El Soplao war auf jeden Fall sehenswert! Die Fahrt zur Höhle bietet übrigens wundervolle Aussichten auf das Gebirge Picos de Europa, ein riesiges Kalkstein-Massiv nur 20km von der Küste entfernt.

Der Ausblick auf die Picos de Europa

Der Ausblick auf die Picos de Europa

In der Höhle El Soplao

In der Höhle El Soplao

Schafe an der Höhle El Soplao

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In der Nähe des Dorfes Colombres fanden wir unseren nächsten Campingplatz. Hier hatten wir jede Menge Platz und konnten uns schön mit Sonnensegel und Grill ausbreiten. Noch dazu stand uns hier ein Pool zur Verfügung… welch ein Luxus! Wir unternahmen einen Wanderausflug, auf dem wir kleine Buchten und Ruinen entdeckten.

 

Unser Campingplatz in Colombres

Unser Campingplatz in Colombres

In Colombres konnten wir uns schön ausbreiten

In Colombres konnten wir uns schön ausbreiten

Das ist ein gemütliches Aufstehen

Das ist ein gemütliches Aufstehen

Die Bucht, die wir auf unserem Spaziergang entdeckten

Die Bucht, die wir auf unserem Spaziergang entdeckten

Auch spazierten wir durch die schöne Stadt Llanes mit ihrer riesigen Altstadtmauer. Als nächstes wollten wir uns die berühmten Seen Lago Enol und Lago Ercina in den Picos de Europa anschauen, jedoch sind die für Menschen ohne offizielles Touristenticket von 8-20 Uhr gesperrt. Tssss…. was für Halsabschneider! Dann eben nicht! Dafür schauten wir uns die Stadt Covadonga an, die auch eine Station auf der Nordvariante des Jakobsweges ist. Hier steht ein großes Kloster, von dem man eine tolle Sicht auf die Picos hat. Ebenfalls kann man die Grotte Virgen de Covadonga besichtigen, die komplett in einen Berg eingemeißelt ist. Die Bildung des Gebirges Picos de Europa ist sehr interessant. Dieses entstand nämlich nach dem Zusammenstoß zwischen der iberischen Halbinsel mit der afrikanischen Platte und der höchste Gipfel beträgt immerhin 2.648 Meter.

Eine Aussichtsstation auf die Picos de Europa

Eine Aussichtsstation auf die Picos de Europa

 

Die Küstenlandschaft im Norden Spaniens

Die Küstenlandschaft im Norden Spaniens

Der traditionelle Fischereihafen von Llanes

Der traditionelle Fischereihafen von Llanes

Alter Mann in Llanes am Golf von Biscaya

In Stein gemeiselte Kirche in Covadonga

Die Kathedrale von Covadonga im Herzen Asturiens

Die Kathedrale von Covadonga im Herzen Asturiens

Mittlerweile waren wir in der Provinz Asturien angekommen. Rund um die Stadt Luanco bieteten uns weitere Küstenlandschaften phänomenale Ausblicke, von denen man gar nicht genug bekommen konnte. Ungefähr 30km weiter westlich kamen wir nach Luarca. Unser Campingplatz befand sich ca. 6km von der der Stadt entfernt, also die perfekte Distanz um Luarca mit unseren Fahrrädern zu erkunden. Es ist immer wieder spannend, was sich alles in einer Stadt vorfindet, von der man überhaupt nichts weiß und kennt. Man läuft einfach rein und dann auf einmal steht man mitten vor einem wunderschönen Hafen. Das ist das Schöne am Reisen!!!! So erging es uns in Luarca.

Die felsige Küste in Luanco

Die felsige Küste in Luanco

Danny am Abhang

Der Sonnenaufgang in Luanco

Der Sonnenaufgang in Luanco

Jörg an der wunderschönen Küste bei Luanco

Jörg an der wunderschönen Küste bei Luanco

Der Hafen von Luarca

Der Hafen von Luarca

Schwimmwettbewerb in Luarca

Das Wetter spielte die letzten Tage leider nicht besonders mit und am Abend frierten wir kläglichst. So entschieden wir uns, schnell an die Westküste zu fahren, wo wir auf der Wetterkarte eine große runde Sonne ausgemacht hatten. Am Morgen ging es also in 2 Stunden nach Santiago de Compostela. Wie nicht anders erwartet wimmelte es hier von Pilgern… überall, jedes Alters und jeder Nationalität. Sicherlich wäre es spannend gewesen, sich ein paar Geschichten der Pilger anzuhören, aber dazu war uns einfach zu kalt und uns drängte es weiter Richtung Sonne. Natürlich schauten wir uns die berühmte Catedral de Santiago de Compostela an und liefen durch die Gassen der riesigen Altstadt. Doch irgendwie war uns das alles viiiiel zu touristisch. Ein Souvenirladen nach dem anderen und die Verkäufer und Serviceleute schon total abgestumpft. Nein, das ist nichts für uns.

Der Jakobsweg ist bestens ausgeschildert

Der Jakobsweg ist bestens ausgeschildert

Ziel erreicht: Der Jakobsweg führt seit mehr als 1000 Jahren Pilger aus aller Welt zur berühmten Kirche Santiago de Compostela

Ziel erreicht: Der Jakobsweg führt seit mehr als 1000 Jahren Pilger aus aller Welt zur berühmten Kirche Santiago de Compostela

Animationskünstlerin vor Santiago de Compostela

Animationskünstlerin vor Santiago de Compostela

Die Gassen von Satiago de Compostela sind übersaumt von Restaurants und Kneipen

Die Gassen von Satiago de Compostela sind übersaumt von Restaurants und Kneipen

Pilgerer nach Santiago de Compostela

Altstadt von Santiago de Compostela

Altstadt von Santiago de Compostela

Die riesige Burg in Baiona

Die riesige Burg in Baiona

Die Küste von Baiona

Die Küste von Baiona

Am Nachmittag setzten wir dann unsere Reise fort und fanden in Baiona, in der Nähe von Vigo an der Westküste, endlich wieder ein warmes Plätzchen in der Sonne. Hier wärmten wir uns ein paar Tage auf und besuchten die gigantische Burg in Baiona Castelo de Monte Real. Nun ist die portugiesische Grenze nur noch ein paar Kilometer entfernt… ob wir vielleicht einen Abstecher nach Portugal machen sollten?? Schauen wir mal :)

2 Kommentare

  1. Kai Uwe
    24. Juni 2015

    Ein klasse Artikel mit herrlichen Fotos. Leider hab ich es noch nicht geschafft Spaniens Nordküste zu erkunden. Vielleicht klappt das ja noch dieses Jahr.

    Antworten
  2. Paul
    22. Mai 2017

    Ein wirklich toller Reisebericht mit Fotos, die Lust auf mehr machen! Wir planen ebenso eine ähnliche Reise vom Baskenland nach Baiona. Meine Frage dazu: wie lange seid ihr insgesamt unterwegs gewesen und La Rioja / Santander und das Gebiet um Ferrol / La Coruna / Fisterre etc. habt ihr bewusst ausgelassen oder schon ein andermal gesehen? Für Empfehlungen wäre ich sehr dankbar, da wir überlegen, was sich in 18 Tagen gut ausgeht, ohne zu viel Stress und jeden Tag eine neue Unterkunft zu haben 😉

    Danke für die Zeit-Info & weiterhin schönes Reisen!
    Paul

    Antworten

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