Griechenland-Urlaub auf Peloponnes

Nach einem ca. 3 stündigen Flug vom Frankfurter Flughafen (Flüge nach Griechenland) erreichen wir Araxos, den Flughafen auf der griechischen Halbinsel Peloponnes. Von dem sehr kleinen Flughafengebäude geht es dann mit einem vom Reiseveranstalter gestellten Kleinbus auf einer engen Hauptstrasse nach Niforeika. Dieser Ort befindet sich im Norden Peloponnes und die Fahrt dauert ca. eine ¾ Stunde. Schon während der Fahrt erkennen wir eine ziemliche Abgeschiedenheit des Dorfes. Die nächst liegende grössere Stadt heisst Kato Achaia und ist in 10 Fahrminuten zu erreichen.

Hier stehen einige Restaurants, Bars und auch Einkaufsmöglichkeiten zur Verfügung. Unser Hotel Pavlina befindet sich also in einer sehr ruhigen Lage und ist somit für Nachtschwärmer überhaupt nicht zu empfehlen. Ausgezeichnet ist das Hotel mit 3 Sternen, die man durch die sehr einfach gehaltenen Zimmer und das mittelmäßige Essen gut vertreten kann. Aufgrund der erhöhten Lage des Hotels hat man von der Anlage aus einen tollen Blick über das Meer und zum Strand (Kies-/Sandstrand) sind es nur wenige Meter. Für Ausflüge und Unternehmungen ist eine Autovermietung ein definitives Muss, welche direkt im Hotel möglich ist. Nachdem wir nun erste Eindrücke unseres Urlaubsortes verarbeitet haben, finden wir schnell Gefallen an der Ruhe, dem sauberen Meer und unserem Balkon mit Meersicht, der zu gemütlichen Stunden am Abend einlädt. Wer an einem einstudierten Abendprogramm interessiert ist, fühlt sich bei der abwechslungsreichen Abendgestaltung sicherlich wohl. Das Hotel bietet auch ein grosses Angebot an organisierten Ausflügen, die vor Ort gebucht werden können.

Wir jedoch lassen uns von diesen nur inspirieren und stürzen uns mit unserem Mietauto selbst in das Abenteuer. Zu unserem ersten Ausflugsort nach Delphi, dem Nabel der Welt, müssen wir bereits früh starten. Die Strecke einfach beträgt ca. 180km und ist somit in ca. zweieinhalb Stunden mit dem Auto erreichbar. Der Weg führt über die 2,2 km lange bekannte Rio-Andirrio-Brücke, die das Festland mit der Halbinsel verbindet. Delphi war eine Stadt im antiken Griechenland, die vor allem für ihr Orakel bekannt war. Heute gehören die Ausgrabungen von Delphi zur Liste des Weltkulturerbes der UNESCO. Die Stadt galt den Menschen der Antike als der Mittelpunkt der Welt. Dem Mythos zufolge ließ Zeus zwei Adler von je einem Ende der Welt aufsteigen, die sich in Delphi trafen. Auf dem Hang stehen noch viele alte Ruinen und von der Spitze der Stätte hat meinen einen tollen Ausblick. Auf dem Rückweg sollte man unbedingt einen Stopp an einen der vielen Restaurants machen, von denen man die tolle Landschaft mit dem Meer im Hintergrund bestaunen kann.
Auf unserem Rückweg am späten Nachmittag beschliessen wir einen Halt in Patras einzulegen. Patras ist eine der wichtigen Hafenstädte Griechenlands und Hauptstadt der Präfektur Achaia wie der Region Westgriechenland. Noch dazu ist Sie die viertgrößte Stadt Griechenlands. Da jedoch die meisten Geschäfte geschlossen sind und wir keine Touristeninformationen über die Stadt bei uns tragen kommen wir schnell zu dem Beschluss wieder zu unserem Hotel zu fahren. Patras befindet sich übrigens ca. 50km vom Hotel entfernt. Unser nächster Ausflug geht nach Zakynthos, der mit einer Fläche von etwa 410 km² drittgrößte und südlichste Insel Griechenlands. Die Insel ist wirklich sehr schön und weitaus touristischer ausgebaut wie Peloponnes. Mit einem Roller kann man die Insel wunderbar erkunden und zwischendurch ist immer mal Zeit für einen Stopp an einem der vielen schönen Strände.
Unser wohl interessantestes Ausflugsziel stellt Olympia dar, dem Austragungsort der olympischen Spiele der Antike. Es ist sicherlich ein besonderes Gefühl in der Jahrhunderte alten Arena zu stehen und sich in diese Zeit zurückzuversetzen. Auch befinden sich dort noch viele Ausgrabungen von Tempeln, wie der des Herakles oder der Hera. Wir empfehlen jedem einen Besuch der olympischen Stätte. Auch im Museum kann man noch viele alte Statuen und Werkzeuge bzw. Wettkampfgeräte bestaunen. Ein aufregendes Gefühl. Die Fahrt nach Olympia ist ziemlich lang. Vom Hotel aus muss man mindestens mit 3Stunden einfach rechnen, aber es lohnt sich.
Nach 2 Wochen Urlaub auf Peloponnes steigen wir mit einem zufriedenen Gefühl in den Flieger ein. Wir haben unser Programm aus einer guten Mischung aus Entspannung und Abenteuer zusammengestellt. Zuletzt ist noch kurz anzubringen was uns nicht so gut an Peloponnes gefallen hat. Auf den Strassen war es leider immer sehr dreckig und die Natur wurde somit nicht mit dem nötigen Respekt behandelt. Auch die Leute in der Umgebung waren nicht gerade nett und viele konnten keine andere Sprache ausser griechisch.
Jedoch sollte man sich immer an die positiven Dinge im Urlaub erinnern und diese geben uns noch heute ein glückliches Gefühl.

1 Kommentar

  1. Ralf
    25. November 2008

    Ach Peloponnes, da möchte ich auch nochmal hin. Super Bericht, klasse Fotos … ich bin begeistert!

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