Vom Titicaca-See über den Amazonas in Bolivien nach Chile in die Atacama-Wüste

Nach dem schönen Peru ging die Reise weiter vorbei am höchstgelegenen See der Welt, dem Titicaca-See (15 Mal so groß wie der Bodensee auf 3800 Metern). Der weltbekannte See ist die Grenze zwischen Peru und Bolivien. Das Dorf Copacabana befindet sich Nahe der Grenze und war unser erster Anlaufpunkt in Bolivien. Die Zeit dort haben wir genutzt, um uns nach den langen Busfahrten zu bewegen und sind auf den Cerro Calvario hochgelaufen, von dem wir eine herrliche Aussicht auf den Titicaca-See, die Isla del Sol (Sonneninsel) und Copacabana geniessen konnten. Schon am nächsten Tag ging es ab in den Bus nach La Paz, der höchstglegenen Hauptstadt der Welt. Der erste Eindruck: Mann ist das stinkig! Leider scheint es so, dass kein Auto der Stadt in Besitz eines Katalysators ist und so kommt es öfter mal vor, dass man in den engen Gassen wie wild nach Frischluft schnappt. Jedoch haben wir die Stadt auf 3800 Metern auch lieben gelernt und hatten das Vergnügen, den bolivianischen Präsidenten Evo Morales live am Plaza Murillo vor dem Präsidentengebäude zu sehen. In La Paz haben wir eine 3-tägige Pampas-Tour im Amazonas-Becken gebucht und sind daraufhin in einem Militärflugzeug nach Rurrenabaque im Norden des Landes geflogen. Das vorher doch eher kühlere Klima in La Paz wurde von sehr heissen Temperaturen abgelöst. Unser Trip begann mit einer Flussfahrt auf dem Yucama und schon nach wenigen Metern konnten wir die ersten Krokodile und Wasserschweine bewundern. Die Tierwelt dort ist atemberaubend und vielfältig! Neben noch nie gesehenen Vogelarten ist auch die bis zu 9 Meter lange Anaconda (Riesenschlange) im Amazonas zu Hause. Auf unserer Wanderung durch die Pampas hatten wir das Glück, wenn auch nur eine Baby-Anaconda von ca. 2 Metern zu finden, war das aufregend! Mit Fleischstücken haben wir Piranhas geangelt und diese dann zum Abendessen gefuttert. Auf unserer Rückfahrt hat sich uns ein pinker Defin gezeigt und es waren wirklich nur die Moskitos, die uns gestört haben. Die Tour war super abenteuerlich und hat uns wieder einmal bewiesen, wie wundervoll die Natur ist. Mit dem Kleinflugzeug flogen wir wieder zurück nach La Paz und buchten noch für den gleichen Tag einen Bus nach Uyuni, berühmt für die grösste Salzwüste der Welt (Salar de Uyuni). Auch hier ist es nur möglich, mit einer geführten Tour in die Salzwüste zu kommen, die wir gleichzeitig als Transportmittel nach Chile genutzt haben. Der Anblick der Salzwüste ist einzigartig und wir konnten folgende Fotos mit optischer Täuschung schiessen.

Eating Danny: Optische Täuschung im Salar de Uyuni

Eating Danny: Optische Täuschung im Salar de Uyuni

Weiter führte unsere Route Richtung Atacama-Wüste. Der Wind wurde nun schon immer kälter und wir haben erfahren, dass es im Juli bis zu -35 Grad kalt ist. In der Wüste befinden sich verschiedene Lagunen mit Flamingos und das Farbenspiel, dass sich durch das türkisfarbene Wasser und die goldbraunen Berge widergibt, ist phänomenal. Wir haben die Landschaft in vollen Zügen genossen und sind schliesslich an der Grenze zu Chile in San Pedro de Atacama angekommen. Hier heisst es nun erstmal die tollen Erlebnisse zu verarbeiten und das neue Abenteuer planen.

Unsere Reiseroute in Bolivien und Chile:

Bolivien-Chile-2010 auf einer größeren Karte anzeigen

1 Kommentar

  1. Ingrid
    3. November 2010

    Ich bin begeistert, eure Fotos sind toll und mit dem Reisebericht lern ich doch tatsächlich gern mir Unbekanntes von der Welt.

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