Tour durch den Nahen Osten im Mai 2011

Hallo zusammen,

eine etwas kürzere Reise als die von Danny und Jörg führte uns im Mai 2011 in den Nahen Osten. Dabei wurde der Libanon, Jordanien, Ägypten und Israel bereist. Nach Syrien wollten wir ursprünglich auch, doch leider (oder zum Glück?) wurden die Grenzen wenige Tage vor unserer Reise dichtgemacht. Hier ein paar Eindrücke:

Libanon

Völlig untypisch für ein arabisches Land waren die Bewohner weltoffen, freundlich und hilfsbereit. Das hat vermutlich etwas mit dem friedlichen Zusammenleben verschiedener Religionen (maronitische Christen, sunnitische und schiitische Muslime) zu tun. Auch auf der Strandpromenade von Beirut spazieren verhüllte Muslime neben Frauen mit Miniröcken, ohne dass sich daran wer stösst.

Wichtigste Reiseziele im Libanon sind die Hauptstadt Beirut, die antike Hafenstadt Byblos und die römische Siedlung von Baalbek. Von Beirut aus sind fast alle Orte im Land innerhalb von 2 Stunden mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder noch schneller mit einem Mietwagen zu erreichen, sodass man problemlos von der Hauptstadt aus den ganzen Libanon erkunden kann. Die Preisniveau ist etwas niedriger als bei uns in Mitteleuropa (70-80%).

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Jordanien

Bedeutend “arabischer” geprägt war unsere nächste Station. Trotz der Unruhen in umliegenden Ländern war (und ist) es hier erstaunlich ruhig. Der Grund dafür ist, dass Jordanien eine Art Pufferregion zwischen Israel und dem Irak bzw. Iran darstellt. Daher kann König Abdullah II. auch mit umfangreichen finanziellen Unterstützungen der USA und Europas rechnen.

Mit einem Mietwagen (1l Benzin kostet ca. 60 Eurocent) erkundeten wir das Tote Meer, Petra und einige kleinere Destinationen (hier). Für Budget-Reisende ist das Land sicher problematisch, die Preise sind höher als in Deutschland, so kostet etwa der Eintritt nach Petra gesalzene 50 Euro!

Israel

Israel befindet sich am Ostrand des Mittelmeeres und ist historisch der “hot spot” im Nahen Osten schlechthin (Kriege zwischen Israel und den arabischen Nachbarstaaten, Palästinenserkonflikt). Aus touristischer Sicht ist das Land besonders wegen seiner geografischen Vielfalt auf engstem Raum und der Vielzahl an historischen und religiösen Stätten interessant. Leider ist auch Israel ein teures Pflaster – noch teurer als Jordanien!

Ägypten

Stefan machte noch einen Kurzausflug nach Kairo und Luxor. Zwar sind die archäologischen Stätten und Ausgrabungen äußerst interessant, die brütende Hitze (bis zu 42°C im Mai!) und die lästigen “touts” und “hawkers” machen den Besuch äußerst anstrengend. Wenigstens war es hier etwas billiger: das Preisniveau pendelt zwischen 50 und 70% im Vergleich zu Mitteleuropa.

Abschließend noch ein paar Eindrücke aus der Region:

Einen ausführlichen Reisebericht findet ihr wie immer in unserem Reiseblog.

Happy travels!

3 Kommentare

  1. Lina
    28. Dezember 2012

    Hallo, ich plane nächstes Jahr einen Trip der eurem ähneln soll :)
    Allerdings sorge ich mich ein bisschen wie einfach ( oder schwierig) die Einreise vom Libanon nach Israel bzw von Jordanien nach Israel ist. Hattet ihr Schwierigkeiten an den Grenzen?
    Ich war auch frühe rschon in Israel, was auch aus meinem Pass ersichtlich ist..
    Vielen Dank für mehr Info und Bon voyage!

    Antworten
  2. Julia und Stefan
    30. Dezember 2012

    Hallo Lina!

    Wenn du schon einen israelischen Stempel im Pass hast, wird dir die Einreise in den Libanon verwehrt (egal von wo aus, wird z.B. schon am Startflughafen in Deutschland oder wo auch immer kontrolliert).
    Vom Libanon gibt es außerdem keinen offiziellen Grenzübergang nach Israel, ebensowenig von Syrien aus. D.h. auch keinen Flug.

    Von Jordanien über die Grenze nach Israel: von Aquaba aus gar kein Problem (nur ein wenig zeitaufwändig, 1-2 Stunden). Angeblich ist der Grenzübergang im Norden (Allenby) ein wenig komplizierter, aber für ausländische Touristen auch nicht wirklich problematisch.

    Falls du also so einen ähnlichen Trip planst, wird dir angesichts der aktuellen Lage nichts anderes übrigbleiben, als ähnlich wie wir zu reisen: Libanon – per Flugzeug nach Jordanien – dann nach Israel (Reihenfolge beachten ;))
    Jordanien und Ägypten machen übrigens keine Probleme was den israelischen Stempel angeht. Näheres dazu über google: “Israel stamp in passport”

    Sollte man zur Zeit in den Libanon? Ich persönlich würde mich auch von der aktuellen Lage nicht beeindrucken lassen (Verkehrsunfall daheim ist wahrscheinlicher), aber dennoch persönlich abwägen!

    Liebe Grüße
    Stefan

    Antworten
  3. Julia und Stefan
    30. Dezember 2012

    Was ich vergessen habe: was tun, wenn du trotzdem in den Libanon willst? Es hilft nur eines: neuer Reisepass!

    Antworten

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