Von Marseille zur Côte d’Azur – Der große Traum vom Ferienhaus in Südfrankreich

Ein kleines, schnuckeliges Ferienhaus in Südfrankreich mitten in der Gegend der wohl vielfältigsten Lichtspiele, der schönen Provence. Das wär’s doch! Im Süden Frankreichs waren wir so oft und träumen schon lange vom Kauf einer kleinen Immobilie. Wieso es hier so schön ist und für welche Gegend wir uns als zweites Domizil entscheiden würden, verrate ich euch hier.

Wir haben lange überlegt, wo es uns am besten gefällt und wo wir uns vor allem vorstellen könnten, mal länger als die üblichen zwei Wochen zu bleiben. Letztendlich ist die Wahl auf das traumhaft schöne Städtchen Aix-en-Provence gefallen. Natürlich müssen wir uns vorher noch genau informieren, ein Hauskauf soll schließlich gut überlegt sein. Vor allem bei Immobilienkäufen im Ausland muss man besonders vorsichtig sein, da vieles anders als in Deutschland geregelt wird. Zum Glück sprechen wir beide fließend Französisch und haben uns schon gründlich mit dem französischen Immobilienrecht vertraut gemacht.

Aix-en-Provence: Die Stadt der Brunnen

Mit unserem geplanten Zweitwohnsitz muss ich natürlich beginnen. In der kleinen Universitätsstadt Aix-en-Provence wird Kultur groß geschrieben und es gibt viel zu entdecken. Der Maler Cézannes lebte früher einmal hier und man kann die Geschichte der Stadt in vielen Museen, Galerien und alten Gassen erleben. Das kleine Städtchen besticht durch seinen provenzalischen Charme, Gemütlichkeit und seine vielen Brunnen und Märkte. Wer sich nicht in die frühere Provence-Hauptstadt, die von den Franzosen meist nur Aix genannt wird, verliebt, dem ist wahrlich nicht mehr zu helfen.

Marseille – Frankreichs älteste Stadt

Nur 30 Minuten von Aix-en-Provence entfernt, liegt die heutige Hauptstadt der Provence: Marseille befindet sich schon seit 1989 im Umbruch. Sie soll modernisiert werden und eine Skyline aus Wohn- und Bürogebäuden bekommen. Euroméditerraneée nennt sich das Projekt, das 480 Hektar zwischen dem Handels- und alten Hafen architektonisch neu gestalten soll und nun schon 25 Jahre dauert. Ich persönlich finde das schade, da Marseille bald nun auch den letzten altfranzösischen Charme verlieren wird. An Sehenswürdigkeiten und kulturellen Angeboten ist die Kulturhauptstadt 2013 aber nicht zu überbieten.

Gorges du Verdon – Atemberaubende Schluchten

Die Schluchten, die zu den größten Europas gehören, werden auch der Grand Canyon von Verdon genannt. Sie sind teilweise über 30 km lang und 700 m tief. Das Naturspektakel kann man entweder von unten durchwandern oder von oben betrachten sollte man auf jeden Fall bei einem Urlaub in der Provence einplanen.

Camargue – Eindrucksvolle Flora und Fauna

Das 930 km² große Naturschutzgebiet beherbergt weiße Wildpferde (Camargue-Pferde), schwarze Rinder, Flamingos, eine große Artenvielfalt an Wasservögeln, riesige Salinen und traumhafte Lagunen. Durch den hohen Salzgehalt der Gegend, gedeihen hier spezielle Pflanzen, die man nur selten auf der Welt sieht und die mit ihrer Farbenpracht magnetisch auf Kameras wirken.

Grasse – Oh, wie das duftet!

Zauberhafte Lavendelfelder © Goodshoot/Thinkstock

Zauberhafte Lavendelfelder © Goodshoot/Thinkstock

Wer Patrick Süskinds Roman Das Parfum oder seine Verfilmung gesehen hat, der hat von Grasse schon einmal gehört. Die Geschichte um den Frauenmörder spielt nämlich in Grasse, die auch die Stadt der Düfte genannt wird. Wer hier ankommt, der sollte zunächst einmal die Augen schließen und nur die Nase arbeiten lassen: frisch gebackenes Baguette aus der Patisserie, aromatische Zitronen auf dem Markt, eine Mischung aus süß-herben Gerüchen aus den zahlreichen Parfümerien und der Duft nach Rosen, Lavendel, Rosmarin und Jasmin von Sträuchern und Feldern rund um Grasse. Im Parfummuseum oder der Parfumfabrik Fragonard, kann man sich über die Herstellung des Duftgemisches informieren und einen Schnupper-Workshop machen.

Côte d’Azur – Die Gegend der High Society

Die Côte d’Azur erreicht man bereits in zwei Stunden und muss man mal gesehen haben. Das Gebiet der Reichen und Schönen ist leider teuer, viele Promis verbringen hier ihren Urlaub. Trotzdem ist die Küste auch was für “Normalos” und vor allem die Strandpromenade von Nizza, entlang dem türkis-blauen Meer, ist wunderschön und Flanieren kostet bekanntlich nichts. Die Altstadt ist auch einen Besuch wert, einen Kaffee für den kleinen Geldbeutel gibt es aber beinahe nirgends zu finden.

Hafen von Nizza © Medioimages/Photodisc/Photodisc/Thinkstock

Hafen von Nizza © Medioimages/Photodisc/Photodisc/Thinkstock

Hinterlasse einen Kommentar


Andere Reiseberichte über | |