Start der Weltreise in Ontario – Kanada

Nach unserer Abschiedsparty in einer Waldhuette und den letzten Reisevorbereitungen (Impfungen, GPS-Karten, Versicherungen, etc.) ging sie am 30.05.2010 in Frankfurt am Main endlich los: Unsere Weltreise. Bereits im Flugzeug nach Toronto wurden wir auf Kanada vorbereitet. Ein aelterer Mann erklaerte uns vor der Bordtoilette, wieso er seit 45 Jahren von Deutschland nach Kanada ausgewandert ist und zueckte aus seiner Hemdtasche Fotos mit einem zerlegten Elch, geangelten Riesenfischen und traumhaften Seen-Landschaften. Kanada ist Natur pur! Nach der Landung in Toronto begruessten uns 30 Grad Sonnenschein und wir waren froh, nach dem miesen deutschen Mai endlich wieder Sommer spueren zu koennen.

Unser erster Anlaufpunkt war das 2 Stunden von Toronto entfernte Simcoe. Vorbei an endlos weit erscheinden Feldern – hier werden u.a. Tabak, Erdeeren, Ginseng, Kartoffeln, Soja und Tomaten angepflanzt – kamen wir schliesslich in der 30000 Seelen-Stadt an. Eine freundliche und gemuetliche Athmosphaere war hier sofort zu spueren. Man wird nett gegruesst und die Leute lassen hier alles gemuetlicher angehen (besonders das Autofahren, hier wird bei einem Stopp-Schild auch wirklich gestoppt!). Unsere erste Rundfahrt fuehrte an dem gemuetlichen “Fischerdorf” Port Dover vorbei. Hier ist im Sommer die Hoelle los. Der Strand am Erie-See ist wunderbar breit und auch lang und der See sieht endlos aus wie ein Meer. Westlich entlang des Erie-Sees befindet sich der Urlaubsort Turkey-Point. Hier koennen Haeuser ueber den Sommer gemietet werden und viele haben hier einen Boot-Stellplatz, was wir auf unseren Reise noch kennenlernen sollten. Die Haeuser hier sind alle wesentlich groesser als in Mitteleuropa und viele haben einen Pool und einen riesigen Garten. Land ist hier relativ kostenguenstig, weshalb man hier auch zahlreiche Golfplaetze findet. Das haben wir natuerlich ausprobieren muessen und haben unsere Abschlaege an einem Abschlagsplatz geuebt, um uns auf den Proficourt vorzubereiten. Golf sieht auf jedefall einfacher aus als es ist, und an schlechten Tagen ueberlegt man sich die ganze Zeit, wohin man den Golfschlaeger hinfeuern soll, ohne jemanden zu verletzen. Nach den Golfstrapazen gings am naechsten Tag auf zu den beruehmtesten Wasserfaellen der Welt: Den Niagara-Faellen. Die Niagara-Faelle sind Wasserfälle des Niagara-Flusses und liegen genau an der Grenze zwischen dem US-amerikanischen Bundesstaat New York und der kanadischen Provinz Ontario. Das Wort Niagara heißt in der indianischen Sprache der Ureinwohner „donnerndes Wasser“ und die Faelle stuerzen 58 Meter in die Tiefe. Man kann dort mit dem Boot durch die Gischt fahren (“Maid of the Mist“) oder auch die Wasserfaelle auch von Hinten betrachten. Um die Niagara-Faelle sind zahlreiche hohe Gebaeude wie beispielsweise das Casino oder der Skylon Tower mit einer Aussicht ueber die Niagara-Region. Weitere Attraktionen rund um die Wasserfaelle sind die Whirlpool Rapids, extrem starke Stromschnellen und Strudel des Niagara-Flusses, welche sich ungefaehr 4km stromabwärts der Niagarafälle befinden, und die Floral Clock, eine mit Blumen bewachsene Riesenuhr in den Parkanlagen in der Niagara-Region und dem Botanischen Garten. Am naechsten Tag haben wir es etwas ruhiger angehen lassen. In der Region um Simcoe leben zahlreiche Amische, einer protestantischen Glaubensgemeinschaft. Sie führen ein im Agrarbereich verwurzeltes Leben und lehnen den technischen Fortschritt in vielen Fällen ab. Am Abend haben wir eine echte Tabak-Farm besucht und uns erklaeren lassen, wie das Teufelszeug in die Glimmstaengel kommt. Auch wer nicht raucht, sehr interessant! Kanadas Seen haben die doppelte Groesse Deutschlands (unglaublich!) und sind fuer seine Fischvielfalt bekannt. Aus diesem Grund haben wir uns eine Angler-Lizenz (One-Day fishing license) besorgt und sind mit einem Boot auf dem Erie-See rausgefahren. Die See war allerdings vom Unwetter am Vortag ziemlich aufgewuehlt, weshalb die Fische ziemlich satt waren und wir nur einen einzigen essbaren Fisch fangen konnten…den haben wir dafuer am Abend am Grill umso mehr genossen. Am naechsten Tag ging es wieder auf die Suche nach einer Versicherung fuer einen Schlafvan. Allerdings ist Ontario hierfuer viel zu buerokratisch und unflexibel. Es waere lediglich ein 10-Tages-Permit moeglich gewesen, was fuer unseren Trip allerdings viel zu wenig ist. Deswegen haben wir beschlossen, direkt nach Vancouver zu fliegen, um evtl. dort die Moeglichkeit zu bekommen, einen Wagen zu kaufen. Vor dem Rueckflug haben wir noch den ganzen Tag Toronto City besucht. Ein absolutes Muss ist der CN-Tower, welcher momentan der zweitgroesste Turm der Welt ist. Die Aussicht ist der absolute Hammer!! Let’s see what happens next…

Weltreise Blog

 

Hinterlasse einen Kommentar


Andere Reiseberichte über | |